Dauerfristverlängerung: Abgabefrist von USt-Voranmeldungen hinausschieben

 

Unternehmer müssen monatlich oder vierteljährlich Steueranmeldungen an das Finanzamt übermitteln. Die Fristen für bestimmte Anmeldungen können aber nur in Ausnahmefällen verlängert werden. Hierfür sind jedoch Auflagen zu erfüllen.

Dauerfristverlängerung = 1 Monat Fristverlängerung

Der Unternehmer kann beim Finanzamt einen Antrag auf Dauerfristverlängerung stellen. In diesem Fall verschiebt sich der gesetzliche Abgabetermin immer um einen Monat.

Beispiel: für den Monat Januar.

Die Umsatzsteuer (USt)-Voranmeldung muss bis spätestens 10. Februar dem Finanzamt vorliegen. Im Fall der Dauerfristverlängerung verlängert sich die Frist auf den 10. März. Ist dieser Tag ein Samstag, Sonntag oder Feiertag, verschiebt sich der Abgabetag auf den nächsten Werktag.

Hinweis

Die Dauerfristverlängerung gilt auch für Folgejahre. Der Unternehmer kann sie ggf. widerrufen. Jedoch muss die Sondervorauszahlung (siehe unten) jährlich neu berechnet werden.

 

Es muss ein Antrag gestellt werden

Der Antrag auf Dauerfristverlängerung kann auch im Laufe des Jahres gestellt werden. Er gilt jedoch erst ab diesem Voranmeldungszeitraum und nicht rückwirkend. Der Dauerfristverlängerungsantrag muss dem Finanzamt zu dem Zeitpunkt vorliegen, an dem normalerweise die Umsatzsteuer-Voranmeldung abzugeben ist.

Wichtig

Soll die Dauerfristverlängerung für das gesamte Kalenderjahr 2011 gelten, muss der Antrag bis spätestens 10.02.2011 dem Finanzamt vorliegen.

Wird beispielsweise ab dem Monat März eine Dauerfristverlängerung beantragt, muss der Antrag bis zum 10. April dem Finanzamt vorliegen. Die Abgabefrist für die Umsatzsteuer-Voranmeldung verschiebt sich damit auf den 10. Mai.  

Nur wenn der Antrag abgelehnt wird, verschickt das Finanzamt einen Bescheid.

Die Dauerfristverlängerung kostet Geld

Ein Unternehmer kann die Dauerfristverlängerung nur in Anspruch nehmen, wenn er dem Finanzamt eine Sondervorauszahlung leistet. Die Sondervorauszahlung beträgt ein Elftel der Vorauszahlungen des Vorjahres.

Hinweis

Wurde die umsatzsteuerpflichtige Tätigkeit erst

im Laufe des Vorjahres aufgenommen, müssen die geleisteten

  • Vorauszahlungen auf einen Jahresbetrag umgerechnet werden.
  • im laufenden Jahr aufgenommen, müssen die zu erwartenden Vorauszahlungen geschätzt werden.
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